Chronik des BSV MOSEL e.V. Köln von 1893
Am 1. Januar 1893 wurde unter dem Namen "Briefmarken-Sammler-Verein Mosel" eine Vereinigung von Briefmarken-Sammlern zum Zwecke des Erwerbs von Postwertzeichen nach Maßgabe der Tauschordnung mit dem Sitz in Cochem gegründet. 19 Sammler waren es, die sich in Cochem am Neujahrstag zusammen gefunden haben und den Verein gründeten. Darunter waren viele Kölner, denn um die Jahrhundertwende zog es viele Domstaedter in ihrer Freizeit an die Mosel. Vor allem Kaufleute hatten sich in ihrer Freizeit hier kennengelernt. Ein "Premierleutnant" a.D. Sandkuhl aus Cochem wurde zum Obmann gewähl. Hr. Sandkuhl war später Bürgermeister in Kirchberg bei Simmern. Die ersten Mitglieder stammten aus Cochem (4), Koblenz (1), Traben-Trabach (1), Engers (1), Köln (2), Diedenhofen (2), Birkenfeld (6), Mülheim an der Ruhr (1) und Devant-les-ponts bei Metz (1). Darunter waren zwei Damen. Ein Beitrag und eine Aufnahmegebühr wurden nicht erhoben. Dafür organisierten die Helfer des Vereins Tausch- und Verkaufssendungen, die an die Mitglieder versandt wurden. Aus dem Erlös erhielt der Verein 5%. 1893 wurden bereits 88 Hefte in Umlauf gesetzt.
In der am 15.01.1894 erschienenen Mitgliederliste konnten nach einem Jahr Bestehen 128 Mitglieder nachgewiesen werden. Die Mitglieder kamen nicht nur aus allen Regionen an Mosel und Rhein. Das Mitgliederverzeichnis belegte Orte aus ganz Deutschland und aus vielen Teilen Europas (Heddernheim (Ffm), Eisenach, Metz, Hunibach b. Thun/Schweiz, Budapest, München, Berlin, Luxemburg, Stuttgart, Wie, Weimar, Oldenburg, Smiekow bei Prag, sogar Helonan bei Cairo. 20 Mitglieder waren aus dem Stadtgebiet Köln, welche in einer Sektion zusammengefasst waren. Ein Herr Gürtler war der Sektionsleiter, der zusammen mit einem rührigen Herrn Leuffgen nunmehr im Restaurant "Salzrümpchen" regelmäßige Vereinsabende veranstaltete. Auf dem 8. Deutschen Philatelistentag, der von der Kölner Sektion in Köln 1896 ausgerichtet wurde, ist der BSV Mosel in den Bund Deutscher und Österreichischer Philatelisten-Vereine beigetraten. Es wurde nunmehr ein Beitrag in Höhe von 1,-- Mark erhoben. Die Mitgliederzahl betrug 167 Sammler, davon 33 aus Köln. Ende 1899 hat der Obmann wegen zunehmender Amtsgeschäfte seinen Vorsitz niedergelegt.
Ein Herr Blau aus Köln übernahm den Vorsitz, so dass nun der gesamte Vorstand in Köln beheimatet war. Am 1. Januar 1900 trat das Bürgerliche Gesetzbuch in Kraft. Im Jahre 1908 hat sich der BSV Mosel in das Vereinsregister in Köln eintragen lassen. Und damit siedelte der in Cochem 1893 gegründete Verein offiziell an den Rhein um.
Am 03. Januar 1903 feierte der BSV Mosel sein 10jähriges Stiftungsfest. Zu diesem Anlass gab der Verein ein "Liederbuch" heraus, in der die "Festordnung" der Veranstaltung aufgenommen worden war. Das im Original vorliegende Liederbuch gibt einen sehr interessanten Einblick in den Ablauf des Stiftungsfestes wieder, in dem neben Gesangsvorträge, Recitationen, Piano-Vorträge auch philatelistische Verlosungen durchgeführt wurden, die allen Sammlern einen Gewinn versprach.
Die Zeit um die Jahrhundertwende war eine Blütezeit für Briefmarkensammler. "Damals", so der bis 2006 amtierende Vorsitzende des BSV Mosel, Helmut Wicharz, "bestand eine sachliche Notwendigkeit, sich zusammenzuschließen." Nur durch Tausch konnte ein Sammler in den Besitz von vielen verschiedenen Briefmarken gelangen. Der Briefmarken-Sammler-Verein Mosel e.V. galt Zeitgenossen als einer der angesehensten Vereine im damaligen Deutschen Reich. In dieser Zeit gab es keine Sorgen um den Nachwuchs, die heutzutage ständiger Begleiter aller Vorsitzenden sind.
Ehrenmitglied Walter Jagdmann
Ältestes Mitglied ist der im Jahre 1914 geborene und in Köln wohnhafte Walter Jagdmann, der bis Anfang 2006 noch aktives Vorstandsmitglied war und bis dahin das Amt des Schatzmeisters und des Neuheitenwartes ausübte. An dieser Stelle möchten sei Herrn Jagdmann herzlich gedankt für sein Engagement und seine Mühe bei der Mitwirkung der Chronik-Abfassung. Herr Jagdmann erhielt im April 2006 aufgrund langjähriger aktiver und erfolgreicher Vereinsarbeit im Führungsbereich des BSV Mosel die Ehrenmitgliedschaft zuerkannt.
1993 feierte der BSV Mosel sein einhundertjähriges Vereins-Jubiläum
Das hundertjährige Bestehen feierten die Mitglieder des
Briefmarken-Sammler - Vereins Mosel zusammen mit
Bürgermeisterin Renate Canisius im Colonius.
(Bild: Niewels)
Die Festveranstaltung mit gemeinsamen Festbankett
des Briefmarkensammler - Vereins "Mosel" e.V. Köln
zum 100jährigen Jubiläum fand am
15. Mai 1993 auf dem Colonius, 166m über Köln statt.
Hoch über Köln, im Colonius, schauten die Philatelisten - sechzig Mitglieder zählte der Verein noch 1993 - auf ein Jahrhundert der Sammelleidenschaft zurück und blickten nach vorne, ein wenig mit Sorge, aber mit dem Optimismus, dass "Mosel e.V." auch in den nächsten einhundert Jahren für Briefmarkensammler nicht nur in Köln ein Begriff sein wird.
Plakette zum 100-jährigen Vereinsjubiläum,
überreicht durch den damaligen Oberbürgermeister der Stadt Köln,
Norbert Burger.
Grundgedanke des Postwertzeichen-Sammler-Verein MERKUR Köln von 1947
Während der 12 Jahre des Dritten Reichs gab es nur "gleichgeschaltete" Vereine auf allen Gebieten wie Sport, so auch innerhalb der Briefmarken-Sammler-Vereine. Die braune Partei hatte alle Organisationen unter dem Hakenkreuz vereinigen wollen. Vereine, die sich diesem Gleichschaltungsgesetz nicht fügen wollten, wurden aufgelöst und, soweit sie im Vereinsregister eingetragen waren, dort von Amts wegen gelöscht.
Vereine, die unter dem Hakenkreuz weitermachten, wurden in den KdF - Sammlergruppen - der Gemeinschaft deutscher Sammler e.V. vereinigt. Die Dachorganisation war die Deutsche Arbeitsfront - NS-Gemeinschaft "Kraft durch Freude" - Gaudienststelle Köln-Aachen. Mit dem Ende des Dritten Reiches ging natürlich auch die "Kraft durch Freude" unter. Gelöschte Vereine konnten auf Antrag der Mitgliederversammlungen gesetzlich wieder aufleben.
Das Leben in Köln war immer noch sehr hart. Die Menschen litten große Not, insbesondere durch den Mangel an allen lebensnotwendigen Gütern, vor allem an Lebensmitteln und Brennstoffen. Es war die Zeit der "Nur 1000 Kalorien-Lebensmittelrationierung". Aber durch die erste freie demokratische Kommunalwahl, die im Oktober 1946 stattgefunden hatte, schöpften auch die Menschen in Köln wieder Hoffnung. Fast 500 000 Einwohner lebten wieder in Köln. Es begann die Zeit, wo sich die Menschen in vielfältigen Vereinen wieder versammelten, Sportler, insbesondere die Fußball-Anhänger (einen 1.FC Köln gab es noch nicht), Tennisfreunde, die Automobilrennfahrer und viele mehr. Auf dem Nürburg-Ring fand das erste Nachkriegs-Autorennen statt. Diese Zeit war die Gründungszeit vieler Vereine.
Es war auch die Gründungszeit des Postwertzeichen-Sammler-Verein Köln von 1947. Ein zunächst kleiner Kreis von Briefmarkenfreunden trafen sich in der trotz der Bombenangriffe auf Köln erhalten gebliebenen Gaststätte "Haus NIESTERS" auf der Neusser Strasse. Diesem Kreis schlossen sich im Laufe der Zeit durch entsprechende Mundpropaganda immer mehr interessierte Briefmarkensammler an, die sich sonntags zum regelmäßigen Tausch trafen. Es fanden gegenseitige Besuche weiterer Sammlervereine statt, die sich zwischenzeitlich auch neu gegründet haben. Zu den Besuchern zählten die Herren Dr. Mehl, Wermes, Knoche, Krings und Bodenheim u.a.- ca. 10 bis 15 Sammler. Aber auch der damalige Vorsitzende des 1946 wieder zugelassenen Bezirksverbandes Köln-Aachen im "Bund Deutscher Philatelisten (BDPh)" der Nordrhein-Provinz und Westfalens, Heinrich Schlemmer, gehörte zu diesen Sammlerfreunden. Dieser empfahl den Sammlerfreunden in Köln-Merheim (linksrheinisch), einen eigenen Verein zu gründen, da im Kölner Norden bisher keiner existiere. Damit war der Gedanke zur Gründung des "Postwertzeichen-Sammler-Vereins MERKUR KÖLN von 1947" geboren.
Mit dem November 1947 beginnt die Geschichte unseres Vereins. In Anwesenheit des Bezirksvorsitzenden Heinrich Schlemmer gründete in der Gaststätte "Zur Post" in Köln-Merheim (lrh.), Neusser Strasse, eine kleine Gruppe von Briefmarken-Sammlern den Postwertzeichen-Sammler-Verein MERKUR von 1947.
Eines der Gründungsmitglieder, nämlich Walter Knoche aus Köln, ist noch heute aktiv im Verein tätig. Seit der Gründung unterstützt er den Verein durch aktive Teilnahme in den verschiedensten Positionen. Neben Walter Knoche gehören aber auch die Mitglieder Lothar Berger und Mathias Richartz zu den ersten Mitgliedern des PSV MERKUR. Sie traten gleich im ersten Gründungsjahr als Mitglieder dem Verein bei und unterstützen diesen auch heute noch entsprechend ihren Möglichkeiten. Sie haben mit weiteren bereits verstorbenen Mitgliedern in den Anfangsjahren in enger Zusammenarbeit mit dem damals gewählten Vorstand beim Aufbau des heute im Kölner Raum angesehenen Briefmarken-Verein MERKUR die Pionierarbeit geleistet.
Bereits am 30. November 1947 legte der neugewählte Vorstand die Versammlungs- und Tauschtage fest. Danach sollten die Versammlungs- und Tauschzusammenkünfte jeden 1. Sonntag im Monat um 10.00 Uhr im Vereinslokal "Zur Post" ausschließlich für Mitglieder stattfinden, wogegen jeden 3. Sonntag im Monat in der Gaststätte "Trettin" in Köln-Merheim lrh. Tauschzusammenkünfte auch für Gäste durchgeführt wurden. Bis zum heutigen Tag ist es bei dieser Festlegung geblieben mit der einzigen Ausnahme, das es heute zu keiner Trennung mehr von Vereinsmitgliedern und Gästen kommt.
Für die Gründer des PSV MERKUR 1947 war es so kurz nach Kriegsende nicht einfach, ihre eigenen Ideen und die der wenigen Mitglieder in die Tat umzusetzen in einer Zeit, wo die Menschen auch in Köln nur Gedanken ans Überleben hatten. Dafür war die Zeit einfach noch nicht reif genug. Es herrschte noch ein Ausnahmezustand, der durch die allgemeine Armut, schlechte Ernährung, schlechte Kleidung und elende Unterkünfte geprägt wurde. Auch waren die Erinnerungen an den Großangriff auf Köln im Mai 1942, der die Stadt in großen Teilen in Schutt und Asche legte, noch allzu deutlich erkennbar. Erst die Währungsreform 1948 sollte die Wende und damit Leben in die kulturelle Landschaft Kölns mit sich bringen. Für die Gründungsväter des PSV war dies auch der Startschuss, die Mitglieder ständig zu mobilisieren, zu informieren und Hilfestellung bei dem Aufbau von Sammlungen zu geben. In dieser Zeit erhielten die Briefmarken-Vereine indirekt Unterstützung durch die großen Händler, die sich mit Marken und Neuheitenlisten auf dem Briefmarkenmarkt bemerkbar machten, so wie einst die Firma Richard Borek, die erstmalig 1947 eine Deutschlandliste (Teil I.) herausbrachte.
Der ständige Dialog der Gründungsväter des PSV MERKUR Köln von 1947 mit den Mitgliedern und auch die gesamten Umstände, die der verlorene Krieg für Deutschland mit sich brachte, und insbesondere die vielen Briefmarkenausgaben, die nach 1945 erschienen, machten die Briefmarkensammler sehr neugierig und führte den Vereinen und so auch dem PSV MERKUR Köln von 1947 neue Mitglieder zu. Viele Menschen außerhalb der Vereine wurden erst durch die ständig wechselnden Briefmarken aufmerksam, sie schlossen sich z.T. einem Briefmarken-Verein an und begannen mit dem Aufbau einer eigenen Sammlung, so dass man heute davon sprechen kann, dass die Philatelie durch diese Zeit einen enormen Aufschwung erleben konnte.
Herr Wermes führte als 1. Vorsitzender den PSV Merkur bis 1966 sehr erfolgreich. Unter seiner und unter der Leitung seines zweiten Vorsitzenden Dr. C. Mehl entwickelte sich der Verein auch zahlenmäßig sehr stark. Im Frühjahr 1966 wurde aufgrund der Erkrankung von Hr. Wermes Hr. Walter Knoche in das Amt des 1. Vorsitzender gewählt, der dem PSV Merkur bis 1969 vorstand. Im Frühjahr 1969 gab Hr. Knoche den Vorsitz des Vereins an Hr. Froitzheim ab, der zusammen mit dem 2. Vorsitzenden Hr. Krings, dem Kassierer Hr. Schneider, dem Schriftführer Hr. Sternickel, dem Tausch- und Neuheitenwart Hr. Schumacher und dem Jugendwart Fr. Falkenberg den PSV MERKUR bis zum Frühjahr 1985 führte. Nach Hr. Froitzheim übernahm Hr. Freiburg den Vereinsvorsitz bis zum Frühjahr 1992, der das Amt des 1. Vorsitzenden an Hr. Hubert Schmitz übergab. Im Frühjahr 1998 wurde Hr. Rieß zum 1. Vorsitzenden gewählt und führte dieses Amt bis zum Frühjahr 2003 aus, nachdem Hr. Richartz auf der stattgefundenen Jahreshauptversammlung zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt und Hr. Adam in seinem Amt bestätigt wurde.
Die Zeit in Weidenpesch
Seit dem 07. April 1963 bis heute steht dem PSV MERKUR das Pfarrheim "Heilig Kreuz" in der Kapuzinerstrasse in Köln-Weidenpesch für die Tauschtage zur Verfügung. Von 1947 bis 1949 wurden die Tauschtage jeweils am 1. Sonntag im Monat in der Gaststätte "Zur Post" Neußer Strasse in Köln Merheim lrh. und am 3. Sonntag im Monat in der Gaststätte "Trettin", ebenfalls in Köln-Weidenpesch, Neusser Strasse, durchgeführt und von 1949 bis 1956 nur noch in der Gaststätte "Zur Post" in Köln-Weidenpesch. Ab 1957 bis 1996 fanden die Tauschtage in der Gaststätte "Fischer", Niehler Ecke Wilhelmstrasse statt, bis dann der Pfarrsaal "Heilig Kreuz" für diese Veranstaltungen zur Verfügung stand.
Der Verein hat mittlerweile 70 eingeschriebene Mitglieder. Alle Vorteile einer Mitgliedschaft können wahrgenommen werden, die Belieferung mit Fachzeitschriften, Vermittlung von Briefmarkenprüfungen und Rechtsschutz, sowie die Beschaffung von Neuheiten weltweit.
Mit der Neuwahl des Vorstandes in 2003 bemühte sich dieser, die Aktivitäten des Vereins einem breiteren und interessierenden Publikum vorzustellen. Zu dem Zweck erfolgte neben einer großangelegten Werbekampagne auch der Aufbau einer Internet-Webseite mit aktuellen Daten zum Verein, zu den Tauschtagen, Großtauschtagen und Börsen. Somit hatte jedes Mitglied mit Zugang zum Internet die Möglichkeit, sich über vereinsinterne Daten zu informieren. Da jedoch nicht alle Mitglieder- hier insbesondere die älteren Mitglieder - einen Internetzugang haben, erfolgte parallel dazu die Herausgabe einer Informationsschrift mit gleichlautenden Daten und Wissenswertes zum Verein. Diese Herausgebe der INFO-Schrift erfolgt je nach Bedarf zwei bis dreimal im Jahr. Auch hier werden in Fortsetzung die Protokolle, Chronik, Termine und Berichte aufgenommen. Alle diese Maßnahmen dienen dem Zweck, die Mitglieder über diese aufgebauten Informationsschienen immer wieder neu zu motivieren, sie über die Aktivitäten des Vereins zu informieren, um sie gleichzeitig in die Aktivitäten stärker einzubinden. Aber auch die Tausch- und Großtauschtage erhielten durch die Zunahme der Besucherzahlen und nicht zuletzt auch durch die verstärkte Hilfe des Beirates ein neues und attraktives Gesicht. Dem Vorstand ist es gelungen, die Vereinsarbeit auf eine breitere Ebene zu verlagern, so dass seit 2003 nicht mehr nur ein oder zwei Mitglieder die gesamten vorbereitenden Arbeiten für die Tausch- und Großtauschtage zu verrichten hatten. Dieses ist von vielen Mitgliedern gut angenommen worden.
Das Engagement des Vorstandes und der Beiräte wurde in den Jahren 2004 und 2005 mit der Wiederwahl belohnt. Am 12. Februar 2006 soll es auf der stattfindenden Jahreshauptversammlung zur Neuwahl eines Vorstandes kommen. Der amtierende Vorsitzende hat auf einer Vorstandssitzung darauf hingewiesen, dass sich die zur Wahl stellenden Personen darüber im klaren sein müssen, dass im Jahr 2007 das 60. Vereins-Jubiläum stattfindet und alle vorbereitenden Arbeiten in 2006 organisiert werden müssen. Demzufolge wird auf jedes Vorstandsmitglied zusätzliche Arbeit kommen. Bei der Abstimmung und bei der Bereitschaftserklärung zur Annahme eines Amtes sollte dieser Fakt nicht aus den Augen verloren werden. Auf der Jahreshauptversammlung soll es nach Möglichkeit zur Bildung einer Arbeitsgruppe kommen, die sich ausschließlich mit der Organisation des Jubiläums beschäftigt.
1997 feierte der PSV-Merkur sein 50. jähriges Jubiläum und brachte zu diesem Vereinsjubiläum auch eine Festschrift heraus. Der damalige Oberbürgermeister der Stadt Köln, Norbert Burger, wies in seinem Grusswort darauf hin, ...." dass das Briefmarkensammeln nur selten im Rampenlicht einer breiten Öffentlichkeit stehe und eher zu den stillen Hobbys für Eingeweihte zähle, das aber von jüngeren und älteren Menschen gleichermaßen gepflegt werden und zur sinnvollen Gestaltung der Freizeit beitragen könne....!
2006 Der Zusammenschluss
1.) Die Auflösung eines traditionsreichen Philatelistenverein wie der BSV MOSEL von 1893 wird vermieden und ein durch Auflösung bedingter Verlust von philatelistischem Fachwissen abgewendet. Ferner wird die Philatelie durch die personelle Verstärkung des PSV MERKUR Köln von 1947 im Großraum Köln auf eine breitere Bassis gestellt. Der vergrößerte Mitgliederbestand ermöglicht damit eine deutlich effektivere Vereinsarbeit. Durch die Verschmelzung sind aber auch drastische Einsparungen bei den Sachkosten (wie Saalmiete für Tauschtage, Kosten für Katalogbeschaffungen etc.) zu erwarten. Auch könnte sich durch den Zugewinn neuer Mitglieder das bisherige Vereinsleben neu positionieren, in dem man neue Anregungen aufgreift und sie mit Billigung und aktiver Mitgestaltung durch die Mitglieder auf ihre praktische Umsetzung prüft und vollzieht. Der BSV Mosel und der PSV Merkur erhalten unter einer neuen und gemeinsamen Homepage ihren eigenen Internet-Auftritt mit regelmäßigen Informationen an die Mitglieder bezüglich der Vereinsaktivitäten.
2.) Wichtig ist, dass durch die Verschmelzung auf den PSV Merkur die Tradition des 1893 gegründeten ältesten Kölner Briefmarken-Sammler-Verein Mosel erhalten bleibt. Der Name des übertragenden Vereins wird sich auch in Zukunft im Briefkopf des übernehmenden Vereins wieder finden. Die Verschmelzung auf den PSV Merkur hat keine negativen Auswirkungen auf den BSV Mosel. Nach Eintragung der Verschmelzung im VR des Amtsgerichts Köln wird auf einer einzuberufenen gemeinsamen Versammlung ein neuer Vorstand gewählt sowie eine neue Satzung verabschiedet. Im neuen Vorstand werden auch Mitglieder des BSV Mosel gewählt. Bei der Festlegung des neuen Vereinsnamen wird auch der Name des BSV Mosel aufgenommen, der dann m VR des AG Köln eingetragen werden wird.In der Zeit vom Februar bis Oktober 2006 fanden die notwendigen administrativen und notariellen Beurkundungen statt und die endgültige Verschmelzung wurde nach registerlichem Vollzug mit Urkunde des VR AG Köln Nr. VR 15102 am 17. Oktober 2006 vollzogen.
Am 19. April 2006 schlossen die Briefmarkensammlervereine Mosel e. V. Köln von 1893 und der Postwertzeichen-Sammler-Verein Merkur Köln von 1947 einen Verschmelzungsvertrag. Von diesem Tag an bildeten beide Vereine eine gemeinsame Vereinsstruktur, die unter einem neuen Vereinsnamen im Vereinsregister beim Amtsgericht Köln eingetragen wurde.
…. bis heute
ist viel passiert